• Ralf

gr8career: Von Blendern und Leistungsträgern


Warum schaffen es eigentlich Blender oft schneller und einfacher Karriere zu machen als Leistungsträger?

Das liegt häufig daran, dass Blender nicht über Inhalte wahrgenommen werden, sondern über den Eindruck, den sie hinterlassen. Als „Eindruckmacher“ managen sie nicht die Aufgabe oder ein Vorhaben mit fachlich, inhaltlicher Kompetenz, sondern sie managen den Eindruck, den sie hinterlassen wollen.

Das ist eine völlig andere Art zu arbeiten als die eines Leistungsträgers. Ein Leistungsträger ist damit beschäftigt fachlich und inhaltlich das Beste zu erreichen, neue Dinge zu erfinden oder ein Projekt bestmöglich zu erledigen. Dabei ist ein Leistungsträger meist reflektiert und unter anderem auch kritisch zu sich selbst, sowie ehrlich mit seinem Team und seinen Führungskräften. Sein Ziel ist das bestmögliche Ergebnis, nicht die größtmögliche Anerkennung.


Anders die Blender, die behaupten ganz viel und managen dabei nicht das Thema, die Aufgabe oder das Projekt, sondern die Wahrnehmung, die sie bei anderen erzeugen möchten und natürlich sich selbst. Die gesamte Energie geht anstatt in die inhaltliche Arbeit, lediglich in die persönliche Darstellung. Das Ziel ist gut dazustehen.


Wenn man sich nur auf die Show konzentrieren muss, dann reicht eine gehörige Portion Selbstbewusstsein und ein paar Fachbegriffe zur richtigen Zeit oder das Zitieren wichtiger Personen oder das Verstecken hinter Aussagen von Top Managern und schon entsteht eine Kompetenzvermutung. Mit ein paar klugen Sprüchen und einem selbstbewussten Auftreten entsteht oft schon der Eindruck, dass die Person Ahnung hat. Das funktioniert umso besser, je weniger nach Verbindlichkeit und Substanz geschaut wird. Menschen fühlen sich häufig davon angezogen, wenn jemand Verantwortung übernimmt und eine schnelle Lösung anbietet. Bedient wird damit die Hoffnung, dass man eigene Energie spart und vor Schaden geschützt ist.


FAZIT:

Wenn man als Leistungsträger, Unternehmer und Macher in der Karriereentwicklung berücksichtigt werden möchte, dann muss man (leider) ein wenig in die Selbstdarstellung investieren, denn das gehört heutzutage nun mal dazu - vor allem in größeren Unternehmen. Aber Vorsicht: die Dosis macht das Gift. Es geht nicht darum selbst zum Blender zu werden, sondern vielmehr darum weiterhin mit Leistung und Haltung zu agieren, um gleichzeitig den Blendern das Wasser abzugraben. Durch aktives, gezieltes Hinterfragen werden die meisten Blender entlarvt und das Schaumschlagen wird ihnen etwas erschwert.


Stay gr8 and keep on delivering quality.

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